Hessischer Bildungsserver / Unterricht

Projekte von Schulen

Das Projekt „Abgedrehte Kinderrechte" eines 4. Schuljahres der Herzbergschule Roth

Neben der Familie, ist die Schule ein Ort, in dem Kinder ihre Rechte einerseits lernen, andererseits auch leben können. Durch das Kennenlernen und Verstehen der Kinderrechte, haben Kinder die Möglichkeit ihre Rechte einzufordern, aber auch die Möglichkeit Rechte anderer Kinder zu beachten, zu respektieren und sich für diese stark zu machen. Die Kindern konnten über das Projekt lernen, wie die Kinderrechte an unserer Schule gelebt werden und welche Möglichkeiten sie haben, ihre Meinung zu äußern und ihre Rechte zu verwirklichen.

Zur Präsentation haben die Kinder eine Nachrichtensendung mit der Stopmotion-Technik zum Thema Kinderrechte gedreht, was eine große Herausforderung, aber auch eine hohe Motivation war. Mit der Durchführung des Projektes und dem Erfahren gelebter Demokratie in der Schule, haben die Kinder auch gelernt Verantwortung zu übernehmen. Denn die Beteiligung an Entscheidungsprozessen (Partizipation) bedeutet auch eine Mitverantwortung für die Konsequenzen dieser Entscheidungen.

Nachdem wir uns intensiv mit den Kinderrechten auseinandergesetzt hatten, beschäftigten wir uns zum Abschluss mit Kinderrechten in anderen Ländern und Kinderarbeit. Dies haben wir im Rahmen einer „Schokoladenwerkstatt" durchgenommen. Dazu haben wir uns mit dem Schokoladenvorkommen und der Produktion beschäftigt und einen kurzen Film über Kinderarbeit bei der Schokoladenproduktion angeschaut. Direkt kam die Idee der Kinder auf, anderen Kindern zu helfen. Daher haben wir schulübergreifend ein indisches Patenmädchen und einen Jungen aus Uganda in unsere Schule aufgenommen. Weiterhin haben wir mit dem Weltladen Gelnhausen ein Projekt zum Thema Schokolade, Kinderarbeit und Fairem Handel durchgeführt. Für den bundesweiten Vorlesetag haben die Kinder daraufhin Schokolade hergestellt und diese verkauft, um für die Patenkinder Spendengelder zu sammeln.

Der abschließende Besuch beim Landrat war beeindruckend und hat den Kindern gezeigt, dass auch ihre Stimmen gehört werden.

„Nachhaltiger Tourismus im UNESCO-Weltkultur- und Weltnaturerbe“ – ein fächerübergreifendes Projekt an der Humboldtschule

Um zu untersuchen, wie Tourismus sich in verschiedenen UNESCO-Welterbestätten gestaltet, haben in der Humboldtschule über 170 Schüler fächerübergreifend in verschiedenen Lerngruppen in Erdkunde, Französisch, Geschichte, Latein, Politik und Wirtschaft und in der UNESCO-AG der Unterstufe zu diesem Thema Recherchen angestellt. Dabei wurden verschiedene Welterbestätten untersucht: Ausgangspunkt war die Kurstadt Bad Homburg und deren Bewerbung um Anerkennung als Weltkulturerbe.

Im Fachbereich Latein wurde der nachhaltige Tourismus am Limes kritisch unter die Lupe genommen. Bei Recherchen in Literatur und Internet, durch Interviews mit Familie, Freunden und Rüdiger Schwarz, Archäologe und Museumspädagoge im Römerkastell Saalburg, gingen die Schüler diesem Thema auf den Grund. Die Lateinschüler fanden dabei heraus: Der Limes wird durch die Zusammenarbeit vieler Gremien – zum Beispiel im Bereich Denkmalpflege - institutionell geschützt und den Touristen so anschaulich präsentiert, dass diese motiviert werden, ihn dauerhaft zu erhalten. Dennoch konnten die Schüler Empfehlungen für einen noch nachhaltigeren Tourismus am Limes im Bereich Bad Homburg/Saalburg geben: Um diesen zu gewährleisten, müssten mehr Busse zur Saalburg fahren – die meisten Saalburgbesucher nehmen wegen der selten fahrenden Busse das Auto. Auch Mülltrennung müsste durchgeführt werden – die Stadt Bad Homburg schickt wöchentlich nur einen Müllwagen zur Saalburg, in dem der gesamte Müll ungetrennt abtransportiert wird. Höhepunkte des Projekts bildeten verschiedene Exkursionen der einzelnen Projektgruppen und die Ausstellungseröffnung, in der die Ergebnisse der Schülerinnen und Schüler der Humboldtschule gemeinsam präsentiert wurden.

Das Wasserprojekt

Die Humboldtschule Bad Homburg hat mit Unterstützung der Deutschen Stiftung Denkmalschutz und ihrem Schulprogramm „denkmal aktiv – Kulturerbe macht Schule“ im Verbund mit der Altkönigschule Kronberg und der Ernst-Ludwig-Schule Bad Nauheim ein groß angelegtes Projekt zum Thema „Wasser“ durchgeführt. Da das Element Wasser die Voraussetzung für die Entstehung des Kurbetriebs in Bad Homburg im 19./20. Jh. bildete und sich Bad Homburg zusammen mit 15 anderen europäischen Bädern als UNESCO-Welterbestätte unter dem Titel „Great Spas of Europe“ beworben hat, setzte es sich die Arbeitsgruppe der Lehrer der Humboldtschule als UNESCO-Projektschule zum Ziel, diese Bewerbung mit dem Projekt und einer Ausstellung der Projektergebnisse zu unterstützen.

In der Humboldtschule wurde fächerübergreifend in den Fachbereichen Erdkunde, Kunst, Latein und in der UNESCO-AG der Mittelstufe zum Thema gearbeitet.

In diesem Projekt haben die Lateinschüler der Klasse 9d unter der Leitung von Antje Schomerus zu Wasser und Gestaltung der Brunnen im Homburger Kurpark gearbeitet. Einen besonderen Schwerpunkt bildete dabei das Thema „Auf den Spuren der Antike im Homburger Kurpark“. Bei ihrer Recherche haben die Schülerinnen und Schüler herausgefunden, dass im Brunnenbereich des Parks im 19. Jahrhundert viele römische Funde gemacht wurden. Hervorzuheben bei der Projektarbeit ist, dass der Lateinkurs beteiligt war an der Wiederentdeckung einer römischen Schüssel, die 1856 im Kaiserbrunnen im Kurpark gefunden worden war!

„Klimaschutz spielend lernen“

„Klimaschutz spielend lernen“ lautete der Titel des Projektes des Wahlpflicht-Kurses „Klimaschutz & Co“ der neunten Jahrgangsstufe der Schule am Dohlberg. Die Schüler*innen erstellten in Kleingruppen ihre eigenen Klimaschutz-Spiele. Sie dachten sich eine Spielidee, einen Spielnamen und eine Spielanleitung aus, um sich mit Klimaschutz im Unterricht spielend zu beschäftigen. Die Verpackung und das Material wurde nachhaltig gestaltet.

Die Lernspiele sind nun für die gesamte Schule zugänglich und werden im Unterricht in verschiedenen Jahrgangsstufen eingesetzt.

Prima Klima in der Schule am Dohlberg

Der WP-Kurs "Klimaschutz & Co" der 9. Jahrgangsstufe hat es sich zur Aufgabe gemacht, seine Mitschüler*innen aufzuklären und sie für Klimaschutz zu begeistern. Gemeinsam haben die 16 Schüler*innen mit ihrer Lehrerin eine eigene "Klimaschutz-Broschüre der Schule am Dohlberg" gestaltet und entwickelt. Es geht vor allem um Klimaschutz im Klassenzimmer und im Alltag der Schüler*innen.

 

Die Broschüre enthält unter anderem auch ein Klima-Quiz mit einem ausschneidbaren "Klimaschutz-Pass". So werden auch die jüngsten Schüler*innen angesprochen und sie können prüfen, ob sie Klimaheld*innen sind.

Schulfrühstück verpackt wie zu Omas Zeiten

An der Gesamtschule am Gluckenstein verpacken die Schüler und Schülerinnen ihr Pausenbrot wie ihre Großeltern in Wachstuch.

Die Bienen-AG an der Gesamtschule am Gluckenstein hat sich ein besonderes Nachhaltigkeitsprojekt überlegt. Aus dem Wachs der GaG-Bienen wollen die Schüler*innen gemeinsam mit ihrer Lehrerin wiederverwendbare Wachstücher herstellen. Dafür benötigen sie gewaschenen Baumwollstoff, Pflanzenöl und natürlich das gute Bienenwachs der eigenen Bienenvölker. Zunächst schmilzt die 15-jährige Klara das Wachs mit etwas Pflanzenöl vorsichtig im Wasserbad, um es dann mit einem breiten Pinsel beidseitig auf den bunten Stoff aufzutragen. Zum Schluss muss sie das Wachs noch gut einbügeln. Nun kann es für den Verkauf aufgerollt und mit einem kleinen Infoflyer versehen werden.

In diese Wachstücher werden dann die Frühstücksbrote verpackt, so dass Butterbrottüten, Alu- und Frischhaltefolie nicht mehr verwendet werden müssen. Die Wachstücher sind antibakteriell und abwaschbar. Sie sind ungefähr ein Jahr nutzbar. In der heimischen Küche kann man damit jede beliebige Schüssel oder Dose abdecken, da sich das Wachstuch durch die Handwärme jeder möglichen Form anpasst. Nach dem Gebrauch kann es mit einem milden Reinigungsmittel und kaltem Wasser abgewaschen werden und das Tuch steht für den nächsten Gebrauch bereit.

 

Die Bertha-von-Suttner-Schule wird Fairtrade-School

Als die Stadt Nidderau bekanntgab, Fairtrade-Town zu werden, bildete sich in der Schule das Fairtrade-Schoolteam, eine Art AG, bestehend aus Schülern, Lehrern und Eltern, das es sich zum Ziel gemacht hatte, auf die ungerechten Lebensbedingungen in der Welt hinzuweisen, dadurch zum Überdenken des eigenen Kaufverhaltens anzuregen und zur Verbesserung der Lebensbedingungen der Bauern beizutragen.Beispiele einiger Aktivitäten:

- Öffentlichkeitsarbeit:Präsenz des Teams an öffentlichen Veranstaltungen(z.B. Stadtplatzfest, Tag der offenen Tür etc.)

- Schüler als Multiplikatoren: Im Schulcurriculum wurde eine Unterrichtseinheit zum Thema Fairtrade fest verankert. Die Unterrichtsstunden werden von den Schüler/innen des Teams selbst gehalten.

- Umstellung der Produkte in der Schulküche, im Schülercafé, im Lehrerzimmer und im Sekretariat auf Produkte aus fairem Handel.

Klimabildung auf dem Bauernhof

Im Schuljahr 2018/19 startete die Bertha-von-Suttner-Schule in Nidderau in Kooperation mit dem landwirtschaftlichen Biobetrieb „Hof Buchwald“ der Familie Vogel das Projekt „Klimabildung auf dem Bauernhof“.
Dazu besuchten die Achtklässler/ innen der beiden Wahlpflichtkurse „Umweltlernen“ gemeinsam mit ihren Lehrerinnen einmal im Monat den Betrieb, um dort unterschiedliche Themen praktisch zu erarbeiten. Die Themen wurden auf dem Hof handlungsorientiert und praktisch erarbeitet und später bzw. vorab theoretisch im Unterricht aufgearbeitet.


Beispiele einiger Themen und Aktivitäten:
- Mais: eine wichtige Nutzpflanze vs. Monokultur (Besuch des Maislabyrinths und Stationenlauf, Diskussion zum Thema Biogas)
- Nutztiere: Wie leben sie und wofür werden sie genutzt? (Füttern, Beobachten und Streicheln der Rinder, Schweine und Hühner)
- Boden: Wie viel Gülle vertragen unsere Böden? (Bodenproben nehmen, Zählen der Tiere, Errechnung der Großvieheinheiten bezogen auf die Nutzfläche)
- saisonal und regional: Klimafreundlich kochen (Ernten und Kochen einer Gemüsesuppe)

Sarah Wiener Stiftung I photothekIch kann kochen! – Praktische Ernährungsbildung mit allen Sinnen

Auf dem Stundenplan der vierten Klasse der Grundschule Dornheim in Groß-Gerau steht heute: Flammkuchen backen. Ihre Lehrerin Anja Geyer kocht regelmäßig mit den SchülerInnen. Denn wer selbst frische Mahlzeiten zubereitet, lernt den eigenen Geschmack besser kennen, nimmt eine wertschätzende Haltung den Lebensmitteln gegenüber ein und weiß, wo die Zutaten herkommen. Die Kinder entdecken Lebensmittel in ihrer Vielfalt mit allen Sinnen. Schulleiterin Kirsten Buss meint: „Eine Tomate als Abbildung im Schulbuch ist das Eine. Sie in der Hand zu halten, zu riechen, zu fühlen und beim Kleinschneiden zu erleben, wie sie glitscht – das ist was anderes.“

Foto: Sarah Wiener Stiftung I photothek

Float:leftProjekt "Waldschule"

Seit dem Schuljahr 2005/2006 gestaltet die JPRS ein etwas anderes, pädagogisches Konzept. Im Projekt „Waldschule“ bietet sie im Rahmen der Bildungsgänge zur Berufsvorbereitung (BBV) Jugendlichen das pädagogische Umfeld Wald an. In den Bildungsgängen zur Berufsvorbereitung erlangen die Schüler*innen binnen eines Jahres ihren Hauptschulabschluss.

Bis zu zwei Mal in der Woche ist der Unterricht im Wald möglich. Das Wetter spielt dabei keine Rolle. Zu Schuljahresbeginn werden alle Schüler*innen in die Besonderheiten des „Waldunterrichtens- und Arbeitens“ eingewiesen. Besonderes Augenmerk gilt dabei den Sicherheitsvorschriften und Verhaltensregeln.

Verschiedene Arbeiten wie Holzrücken und  -legen, Flurbereinigung, Aufforstung und Naturraum schaffen werden mit den Schüler*innen ausgeführt. Zu ihren Aufgaben zählt auch das Anfertigen von Horten zur Einzäunung von Schonungen, die vorher mit den zuständigen Revierleitern abgesprochen sind. Diese werden direkt vor Ort angefertigt und später aufgestellt. In den so entstehenden Schonungen werden im Frühjahr unter fachmännischer Anleitung von den gleichen Schülerinnen und Schülern Jungpflanzen aufgeforstet.