Hessischer Bildungsserver / Unterricht

Projekte BNE

Dachmarke "Nachhaltigkeit lernen in Hessen"

Unter der Federführung des Hessischen Umweltministeriums und mit Unterstützung des Hessischen Kultusministeriums werden hessische Schulen mit unterschiedlichen Zugängen zur BNE werden unter dem Dach »Nachhaltigkeit lernen in Hessen« zu einem Netzwerk zusammengefügt. Folgende Auszeichnungen gehören zum Netzwerk: Umweltschulen und Schuljahr der Nachhaltigkeit / Schule der Nachhaltigkeit, UNESCO-Projektschule, Grenzenlos-Schule, Eine-Welt-Schule und Fairtrade-Schule. Überprüft wird nicht jede einzelne Schule, sondern die Zugangszertifikate und Auszeichnungen. Die Schulen profitieren durch den Austausch guter Beispiele innerhalb des Netzwerkes, durch gemeinsame Öffentlichkeitsarbeit, z.B. attraktive Schilder für die Schulfassaden und durch die Verwendung des Logos für ihre Veröffentlichungen.

Kooperation Klimabildung & Energieberatung

Das Hessische Umweltministerium fördert im Rahmen der Klimabildung des Integrierten Klimaschutzplanes Hessen 2025 die systematische Kooperation zwischen Umweltbildungszentren, Akteuren aus der Energieberatung und regionalen BNE-Netzwerken. Ziel ist, Energieberatung und Klimabildung gemeinsam zu denken, gegenseitig zu ergänzen und somit Synergieeffekte aus den Kompetenzen der beteiligten Projektpartner zu generieren. Hierfür werden verschiedene Veranstaltungsformate durchgeführt, die einen offenen Austausch anstoßen und Möglichkeiten einer produktiven Zusammenarbeit ausloten. Auch Partner aus der Wissenschaft sind eingeladen, sich an diesem Dialog zu beteiligen.

Lernwerkstatt Klimawandel Sek I

Das Hessische Umweltministerium fördert im Rahmen der Klimabildung des Integrierten Klimaschutzplanes Hessen 2025 die Durchführung der Lernwerkstatt Klimawandel an zahlreichen Sek I Schulen in Hessen. Die modular aufgebaute Lernwerkstatt beschäftigt sich mit Klimaschutz, naturwissenschaftli­chen Grundlagen des Klimawandels, seinen Folgen und möglichen Anpassungsstrategien. Globale Aspekte, die Auswirkungen auf Hessen und den persönlichen Lebensstil werden in den Blick genommen. Die vierstündigen, praxisorientierten Module richten sich an 8. bis 10. Klassen und werden von qualifizierten Multiplikatorinnen und Multiplikatoren durchgeführt.

Netzwerk Schulgärten in Hessen

Schulgärten sind hervorragende Lernorte für BNE: Das Netzwerk bietet Anregungen für BNE-Unterricht im Schulgarten, Bildungsmaterialien, praktische Gartentipps, individuelle Schulgarten-Beratung, Fortbildungen u.a. zu Planung und Management von Schulgärten sowie zu Biodiversität, Klimaschutz und Ernährung im Schulgarten. Regelmäßige Rundbriefe und eine Internetseite mit Forum für Austausch und Vernetzung runden das Angebot ab. Eine interdisziplinäre Steuerungsgruppe unter der Federführung des Hessischen Umweltministeriums und mit Beteiligung des Hessischen Kultusministeriums steht dem Netzwerk mit Rat und Tat zur Seite.

 

Regionale Netzwerke BNE

Die Regionalen Netzwerke BNE sind ein Projekt des Hessischen Umweltministeriums und inzwischen in neun Regionen zwischen Kassel und Darmstadt aktiv. Die jeweiligen Koordinierungsstellen vernetzen verschiedene Bildungsträger wie Schulen, Kindertagesstätten, Umweltzentren, Vereine, Firmen und andere Interessierte mit ihren Angeboten zur Nachhaltigkeitsbildung vor Ort und organisieren die gemeinsame Präsentation.

Schuljahr der Nachhaltigkeit (SdN): Primar-Klimamodule und Sek I

Im Rahmen der Klimabildung des Integrierten Klimaschutzplanes Hessen 2025 fördert das Hessische Umweltministerium die Verbreitung des sehr erfolgreichen SdN für 3. und 4. Klassen mit der Umsetzung der Lernwerkstätten zu Klimawandel und Klimaschutz, Energie und Ernährung in zahlreichen Schulen. Auch diese Grundschulen können die besondere Auszeichnung „Schule der Nachhaltigkeit“ erhalten, wenn sie ihre Bemühungen für mehr Nachhaltigkeit auf den gesamten Schulbetrieb ausweiten und damit über den Unterricht hinaus einen entscheidenden Beitrag zum Klimaschutz leisten.

In einem Pilotprojekt wird getestet, ob und wie sich das SdN auch auf die  6. und 7. Klassen ausweiten lässt: Jeweils ein gesamter Jahrgang einer Schule setzt sich mit Energie, Mobilität oder Ernährung und ihren Auswirkungen auf das Klima auseinander.

Schuljahr der Nachhaltigkeit

Das Schuljahr der Nachhaltigkeit ist ein Projekt des Hessischen Umweltministeriums. Mit Unterrichtsmodulen zu Themen der Nachhaltigkeit wird Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) an Grundschulen zu verankert. Die Schulen werden befähigt, nachhaltige Entwicklung als Aufgabe der ganzen Schule zu verstehen und umzusetzen. Den Schulen stehen Multiplikatorinnen und Multiplikatoren von BNE-zertifizierten Umweltzentren unterstützend zur Seite, die auf Wunsch Lernwerkstätten an der Schule durchführen. Diese können mit Hilfe der dazugehörigen frei verfügbaren Bildungsmaterialien auch eigenständig umgesetzt werden.

Die engagierten Schulen können sich anschließend für die Auszeichnungen „Schuljahr der Nachhaltigkeit“ und „Schule der Nachhaltigkeit“ bewerben und gehören dann zum Schulnetzwerk „Nachhaltigkeit lernen in Hessen“.

Zertifikat „Bildungsträger für eine nachhaltige Entwicklung“

Mit klaren Qualitätskriterien zur Pädagogik und einem nachhaltigen Bildungsbetrieb bekommen Schulen und Kindergärten Hilfestellung und Transparenz bei der Auswahl geeigneter Bildungsträger. Unter der Federführung des Hessischen Umweltministeriums zusammen mit den Landesministerien für Kultus, Soziales und Wirtschaft werden außerschulische BNE-Bildungsträger zunächst für drei Jahre ausgezeichnet; im Anschluss steht eine Rezertifizierung an. Das Verfahren ist für den Antragsteller kostenlos.

 

Informationen zur Antragstellung finden Sie hier.

Ausgezeichnete Bildungsträger finden Sie auf der interaktiven Karte.

Runder Tisch Bildung für Nachhaltige Entwicklung

Am Runden Tisch versammeln sich eine Vielzahl von Institutionen und Personen mit hoher fachlicher Expertise und Erfahrung im Bereich BNE. Ziel ist es, gemeinsame Aktivitäten zu bündeln und einen langfristigen Rahmen zur Vernetzung von BNE-Akteuren zu fördern. Als Richtschnur dient dabei der Nationale Aktionsplan BNE. Außerdem sollen konkrete Aktivitäten angestoßen und gemeinsam umgesetzt werden. Unter dem Dach der Hessischen Nachhaltigkeitsstrategie erfolgt die Koordination in Abstimmung mit dem Vorsitz des Runden Tisches BNE.

Umweltschule „Lernen und Handeln für unsere Zukunft“

In Kooperation der hessischen Ministerien für Kultus und Umwelt wird diese Auszeichnung für das besondere Engagement in der BNE vergeben. Schulen aller Schulformen bearbeiten mit konkreten Zielen zwei Jahre lang zwei Handlungsbereiche der BNE und bauen dadurch gleichzeitig Strukturen im Schulalltag auf, die das Engagement auch langfristig steuern und stützen können. Jährlich werden drei Umweltschulen ausgelost, die im Rahmen einer Kooperation des Umweltministeriums mit dem hessischen Jugendherbergsverband eine dreitägige BNE-Klassenfahrt gewinnen.

Werkstatt Ernährung

Das erlebnis- und handlungsorientierte Bausteinkonzept des hessischen Verbraucherschutz- und des Kultusministeriums, gemeinsam erarbeitet mit Partnern des Ernährungsbereiches, verknüpft die Essenszubereitung mit Themen der Ernährungs- und Verbraucherbildung.

Kindern und Jugendlichen, speziell der Klassen 5 und 6, werden die gesundheitlichen, sozialen, ökologischen und ökonomischen Aspekte von Essen und Trinken praxisorientiert vermittelt. Hierzu stehen ein umfassendes Handbuch incl. einer CD und eine Werkstattkiste bereit.

Fortbildungen vermitteln Lehrkräften sowie Multiplikatorinnen und Multiplikatoren, wie sie das Konzept in der Schule umsetzen können.

 Bauernhof als Klassenzimmer

Mehr als 200 Bauernhöfe beteiligen sich an der Initiative, die vom hessischen Umwelt- und vom Kultusministerium gemeinsam mit dem hessischen Bauernverband ins Leben gerufen wurde, um landwirtschaftliche Betriebe als Lernorte für vorschulische Bildungseinrichtungen, Schulen und andere Gruppen anzubieten. Auf dem Bauernhof erleben Kinder, Jugendliche aber auch Erwachsene, wie und wo unsere Lebensmittel hergestellt werden und erfahren, wie Landwirtinnen und Landwirte die Nutzung der Landschaft gestalten und dabei auch abhängig sind von einer intakten Natur, Jahreszeiten und Klima. Fortbildungen für Lehrkräfte und Landwirtinnen und Landwirte werden gleichermaßen angeboten. Als zusätzlicher Schwerpunkt wurde der Themenkomplex „Klimaschutz und Landwirtschaft“ im Bildungsangebot aufgenommen.

Online statt live-Präsenz „Grenzenlos“ bietet virtuelle Workshops  zu Nachhaltigkeitsthemen an

 Grenzenlos – Globales Lernen in der beruflichen Bildung richtet sich an Lehrkräfte von berufsbildenden Schulen in Baden-Württemberg, Bayern, Brandenburg, Hessen, Rheinland-Pfalz und im Saarland. Studierende, die aus Afrika, Asien und Lateinamerika kommen, bieten im Projekt kostenlos Lehrkooperationen an. Im Fokus stehen die 17 Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen (Sustainable Development Goals).

Die Lehrkooperationen beziehen sich dabei auf die Empfehlungen des Orientierungsrahmens für den Lernbereich Globale Entwicklung. Ausgesuchte Themen sind nun auch als virtuelles Angebot abrufbar. Der technische Aufwand ist gering, der Mehrwert umso größer, denn Schüler/-innen sind mit engagierten jungen Menschen aus der ganzen Welt über Nachhaltigkeitsthemen im Dialog.  Berufliche Schulen können sich bei aktiver Teilnahme für die Auszeichnung als „Grenzenlos-Schule“ bewerben. In Hessen ist „Grenzenlos“ Teil der Dachmarke „Nachhaltigkeit lernen in Hessen“.

Info: Grenzenlos – Globales Lernen in der berufliche Bildung, World University Service – Deutsches Komitee e. V., Goebenstr. 35, 65195 Wiesbaden,

Ansprechpartnerinnen: Dr. Julia Boger (boger@wusgermany.de), Alexandra Samokhvalova (samokhvalova@wusgermany.de) Tel.: 0611/9446051.

 

Tage der Möglichkeiten zum Globalen Lernen

Ein Pilotprojekt des Studienseminars GHRF Bad Vilbel

„Was kann ich eigentlich für das Klima tun? Warum sollte ich saisonal und regional einkaufen? Wie werden die Ressourcen der Erde verteilt? Was hat mein Einkauf mit Menschen in Afrika zu tun?“ Dies alles sind mögliche Fragen der Schülerinnen und Schüler heute.

Der Klimawandel stellt unsere Bildung und damit Lehrerinnen und Lehrer vor neue Herausforderungen. Kinder und Jugendliche wollen die Zusammenhänge kennen, um fair und umweltgerecht handeln zu können! Um Schülerinnen und Schüler fit für die Zukunft zu machen und den aktuellen Fragen unserer Zeit gerecht zu werden, braucht es neue Unterrichtsideen. Das Studienseminar Friedberg führt daher Tage der Möglichkeiten zum Globalen Lernen durch, um gemeinsam mit den angehenden Lehrerinnen und Lehrern neue Unterrichtskonzepte kennen zu lernen. Mit dabei sind viele Kooperationspartner.

Die Implementierung einer Bildung für nachhaltige Entwicklung ist ein großes Ziel des Studienseminars. Da es sich um fachübergreifende Themen handelt ist es eine wichtige Aufgabe, dass die angehenden Lehrerinnen und Lehrer Lernprogramme kennen lernen und weiterentwickeln, um Schülerinnen und Schülern in allen Fächern mehr Wissen für die neuen globalen Herausforderungen bieten zu können. Neben Workshops der Kooperationspartner stellen auch Referendarinnen und Referendare des Prüfungssemesters ihre eigenen Unterrichtskonzepte zu Themen wie „Upcycling“, „Ernährung“, „Gerechtigkeit am Beispiel Schokolade“, „Bauernhof“ und „Klimawandel“ vor. Das macht Mut, sich auf den Weg zu machen, um die Konzepte und Methoden im eigenen Unterricht zu erproben, weiterzuentwickeln sowie eigene Projektideen an den Schulen durchzuführen. Damit erhofft sich das Studienseminar, seiner Multiplikatorenrolle für das Thema „Globales Lernen“ gerecht zu werden.