Der Limes
Die Römer in Germanien
Auch Gebiete, die heute zu Deutschland gehören, waren damals Provinzen des römischen Reiches.
Karte: Römisch besetztes Gebiet um ca. 200 n. Chr.
Um die eroberten Gebiete gegen die Germanen zu schützen errichteten die Römer eine Grenzlinie, den Limes. Diese Grenze befestigten sie nach und nach mit Erdwall, Graben und Holzpallisaden. Sie bauten auch Wachtürme entlang dieser Grenze.
Der Obergermanisch-Rätische Limes
Das Wort Limes kommt aus dem Lateinischen und bedeutet soviel wie Grenzweg oder einfach nur Grenze. Deswegen bezeichnet man den Limes in Deutschland auch genauer als Obergermanisch-Raetischen-Limes, weil er damals in der Römerzeit die römischen Provinzen Obergermanien und Raetien gegen die Gebiete der germanischen Stämme abgrenzte, welche die Römer "Großes Germanien" nannten.
Karte: Obergermanischer und Rätischer Limes
Der Obergermanisch-Raetische-Limes, verläuft durch die Gebiete der heutigen deutschen Bundesländer Rheinland-Pfalz, Hessen, Baden-Württemberg und Bayern und hat eine Länge von ca. 550 Kilometern. Dabei erstreckt er sich vom Rhein, bei Koblenz in südöstliche Richtung bis zur Donau in der Nähe von Regensburg. In Hessen macht er dabei einen großen Schlenker in nördliche Richtung, der fast bis nach Gießen reicht. Innerhalb dieses Schlenkers nach Norden liegt übrigens auch die Saalburg, das einzige wiederaufgebaute Römerkastell am Limes.
Germanien oder römische Provinz?
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