Stechmücken an Gewässern

Einführung: Was ist eine Mücke?

Wer mag Mücken? Tiere, die Menschen belästigen oder gar bedrohen, sind nicht beliebt. Erst bei näherem Hinsehen erschließen sich einem Fakten und Geheimnisse, die diese Tiere in einem netteren Licht erscheinen lassen.

Ein Beispiel dafür ist die gemeine Stechmücke (Culex pipiens). Jeder kennt sie, keiner mag sie, aber sie hat so ihre Geheimnisse. Komm mit auf die Reise zu den Schwärmen am Tümpel.

Hier geht es los:

Zunächst muss festgestellt werden, was eine Mücke überhaupt ist. Meist bewegt sie sich so schnell, wird beim Blutsaugen erschlagen oder ist so klein, dass sie eigentlich gar nicht genau angesehen und ihr genaues Aussehen kaum bekannt ist.

Du kannst hier ein Arbeitsblatt zum Bearbeiten des Lernpfades herunterladen. Arbeite auch auf eigenen Zetteln.

Arbeite bei den Aufträgen großzügig, denn wenn du als Experte arbeiten willst, kannst du die Skizzen im Laufe der Arbeit zunehmend mit neueren Informationen aus den gesamten Reitern ergänzen. Wenn du dann zu Beginn alles direkt hintereinander auf ein Blatt schreibst, wirst du im Laufe der Arbeit Platzprobleme bekommen.

Zeichne auf dem ersten Blatt zunächst in die obere Hälfte eine Mücke, wie du sie in Erinnerung hast. Wenn du bereits mit dem Bauplan der Insekten vertraut bist, beachte dein Wissen bei der Skizze. Klicke dann erst auf das Bild einer Mücke und vergleiche!

Skizziere anschließend auf der unteren Hälfte eine "bessere" Mücke, ohne die Fehler des ersten Bildes zu wiederholen.

Diese Aufgabe soll helfen, genau zu beobachten. Oft denkt man, alles zu wissen und es zeigt sich erst in der Anwendung, wo Lücken sind. 


Warum ist die Stechmücke gemein?

Na klar, weil sie sticht. Das denken viele, aber es gibt auch andere "gemeine" Pflanzen und Tiere, die ganz harmlos, oder sogar nützlich sind.

Der Name "gemein" leitet sich von "allgemein" oder "gewöhnlich" ab. Die Gemeine Stechmücke ist also insofern nicht wirklich etwas Besonderes. Sie ist weltweit verbreitet und allgemein bekannt. Notiere Stichworte zum Wort "gemein" im Bezug auf  Tier- und Pflanzentaxa. (Als Taxa bezeichnet man in der Biologie systematische Gruppen von Lebewesen.)

Die weltweit erfolgreiche Verbreitung der Mücken hängt eng mit ihrer Rolle im Ökosystem zusammen. Informiere dich nun über die ökologische Bedeutung von Stechmücken!

Auf der anderen Seite hat die Verbreitung der Mücken auch Nachteile, denn sie übertragen eine Reihe von Krankheiten. Notiere dir kurz zu drei Krankheiten die Symptome und wer von dieser Krankheit bedroht ist.

Falls Du  Experte bist: Denke daran, auf dem Blatt jeweils unter den Antworten Platz zu lassen.

Vom Nutzen der Mücken.

 

Nun weißt du zwei Dinge über Mücken.

Sie kommen weltweit vor und sind wichtige Teile der Ökosysteme und sie übertragen Krankheiten.

Wir fahren zunächst mit dem Ökosystem fort: Mücken dienen weltweit in verschiedenen Lebensstadien als Nahrung für Tiergruppen wie Fische und Vögel, die wiederum selber in irgendeiner Weise im Nahrungsnetz stehen.

Informiere dich nun allgemein über Nahrungsnetze und skizziere zunächst wieder allein ein Nahrungsnetz mit Mücken. Stelle wie bei einem Mindmap in die Mitte eine Mücke und schreibe Fressfeinde und Nutznießer dazu.

Sieh dir dann die Links an und ergänze deine Skizze.

Im vorgeschlagenen Bild fressen sowohl erwachsene Frösche als auch Kaulquappen Mücken beziehungsweise ihre Larven.

Beobachte im Film eine Garnele, die eine Mückenlarve frisst.

Wenn du Experte bist: Nutze an dieser Stelle auch Informationen aus den bisherigen Links. Kontrolliere und ergänze die Skizze in einer anderen Farbe. Sammle gleichzeitig Informationen über den allgemeinen Lebenszyklus aller Mücken. Notiere in einer Tabelle Unterschiede, fasse Gemeinsamkeiten in einer Stichwortliste zusammen!

Lebenszyklus: Larven im Wasser und Adulte in der Luft.

Nun ist dir bei der Erstellung des Nahrungsnetzes vielleicht aufgefallen, dass es "normale" Mücken in der Luft gibt und auch immer die Rede von Mückenlarven ist.

Von ökologischem Interesse sind also alle Lebensstadien der Mücken.

Adulte (erwachsene) Mücken leben als Fluginsekten. Sie werden z. B. von Vögeln gefressen.

Zur Vermehrung sind Mücken jedoch auf Wasser angewiesen. Während einige Arten mit der Feuchtigkeit im Boden auskommen, brauchen andere stehendes oder fließendes Wasser in unterschiedlicher Qualität. Sie dienen z.B. Fischen als Nahrung.

Welches Lebensstadium der Mücke hast du in deiner Skizze gewählt?

Wenn du Experte bist: Skizziere auch kurz das andere Stadium.

Zeichne und beschreibe die Entwicklung einer "Standard"-Mücke als Lebenszyklus.

Liste die Lebensstadien der Mücke auf.

 

Stechmücken und Wasserqualität.

Zum Leben der Mücken gehören also: Nahrung, Lebensraum für Larven und erwachsene (adulte) Tiere und Partner zur Fortpflanzung.

Wasser ist für Mücken notwendig. Welche Rolle spielt die Gewässergüte (-qualität) in diesem Zusammenhang?

Überlege, wie die in den Links gegebenen Informationen ausgelegt werden können:

  • Von einem Fischbesitzer?
  • Von einem Sonnenfreund mit Miniteich auf dem Balkon?

Achte darauf, dass du den Text nicht abschreibst, sondern nur Informationen zu den oben genannten Themen heraussuchst. Verzichte auf allzu genaue Details. So sparst du Zeit und hast alles übersichtlich notiert. 

Mücken: viele Larven werden zu einer Mückenplage.

Wer Fische hat, freut sich über Mückenlarven aus, denn die Larven sind gutes Fischfutter.

Mückenlarven selber sind nicht gefährlich und stechen auch nicht.

Aber längst nicht jeder möchte viele adulte Mücken haben: Manchmal werden als Futter im Ökosystem so wichtige Mückenlarven zu Mückenplagen.

Notiere, welche Auswirkungen zu große Mückenmengen auf das Leben der Menschen haben kann.

 

 

Gefahren durch Mücken.

Ein Mückenstich ist nicht nur unangenehm, sondern kann auch Krankheitserreger in den Körper bringen.

Erstelle eine knappe (!) Liste der Gefahren, die von Mücken ausgehen.

Für Experten: Lass ausreichend Platz für Ergänzungen.

Achtung: Schreibe nicht die Krankheiten und ihre Symptome auf!

Mückenbekämpfung?

Notiere in einem kurzen Pro und Kontra-Gespräch, ob du den Nutzen oder die Gefahren für wichtiger hältst.

Beachte: Es ist auch für echte Experten und Wissenschaftler nicht möglich, eine einzige "richtige" Meinung zu haben.

Beschreibe auch, wie sich die Lage ändert, wenn "neue" Mücken bei uns einwandern.

Um die Einwanderung anschaulich zu machen, drucke dir die Weltkarte (Quelle:http://www.troutfisherman.de/) aus und markiere das ursprüngliche und -sofern genannt- heutige Verbreitungsgebiet der im Reiter 7 vorgestellten Krankheiten mit verschiedenen Farben.

Vergiß die Legende nicht!

 

Für Experten: Ergänze deine Gefahrentabelle und deine Weltkarte durch weitere „Blutsauger“ in den folgenden Links. Beachte, dass viele Leute gerne in warme Gebiete verreisen.

Mücken brauchen Schutz.

Notiere dir den folgenden Merksatz oder markiere ihn in deinen Unterlagen, sofern du selber schon darauf gekommen bist:

Die Mücken selber sind nicht gefährlich - wohl aber die Parasiten und Erreger, die sie beim Stechen übertragen.

Für Experten: Bisweilen kann übrigens auch ein Laie "gefährliche" und "nur lästige" Blutsauger gut unterscheiden: Vergleich Malariamücke (Anopheles) - "normale Stechmücke" (Culex). Vergleiche selbst!

 Zurück zu dem "Nutzen und Gefahren-Problem" der heimischen "gemeinen" Stechmücke.

Sie sind wichtig im Nahrungsnetz ihres Ökosystems und damit indirekt auch für uns. Mücken brauchen also dann einen gewissen Schutz vor uns, wenn wir ihre Lebensräume in Gefahr bringen.

Sie nerven, weil sie stechen und manchmal bringen sie auch Krankheiten.

Und manchmal sind Mücken selber gefährdet.

Nun kommen Informationen darüber, wie die Zahl der  Mücken manchmal so sehr reduziert wird, dass sie als Nahrung nicht mehr zur Verfügung stehen.

Notiere die wichtigsten Stichworte zum ökologischen Sinn der Mückenplagen.

Es klingt merkwürdig, aber eine Gefahr ist auch Licht. Beschreibe die Gefahren nächtlicher Beleuchtung für Mücken und die Folgen für das Ökosystem und daher auch für uns.