Psychologie

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Psychologische Schlüsselbegriffe: Was heißt "psychisch krank"? / Verweis
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Psychisch krank zu sein, wird in unserer Kultur allgemein als Makel empfunden. Doch wer psychisch erkrankt, ist nicht unbedingt gleich verrückt oder geistig verwirrt. Fast jede zweite behandlungsbedürftige psychische Erkrankung wird von Hausärzten nicht erkannt und chronifiziert sich. Durch neue Medikamente und vor allem durch die immer besser gewordenen Methoden der Psychotherapie kann psychisch Erkrankten heute immer besser geholfen werden.

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3. Psychologischer Schlüsselbegriff: Das Über-Ich / Verweis
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Nach der Theorie von Sigmund Freud ist das Über-Ich die dem Ich übergeordnete höchste Instanz der Persönlichkeit. Sie beurteilt die Gefühle, Gedanken und Aktivitäten des Ichs. Das Über-Ich entwickelt sich durch die Erziehung, etwa im 5. Lebensjahr. Es bildet sich heraus als Stellvertreter der subjektiv erfahrenen Bestrafung durch die Eltern, ist aber nicht einfach nur ein Abbild der elterlichen Verbote, sondern wird durch diese ins Leben gerufen und entwickelt dann seine eigene Dynamik.

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2. Psychologischer Schlüsselbegriff: Das Ich / Verweis
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Laut Sigmund Freud hat das Ich die Aufgabe, zwischen dem Es und dem Über-Ich so zu vermitteln, dass eine gesunde Integration der Persönlichkeit stattfinden kann. Im psychologischen Verständnis steht das Ich für die bewusste innerpsychische Organisation lebensnotwendiger Funktionen; z.B. Wahrnehmung der Außen- und Innenwelt, Denken, Handeln, Schutz gegen übermäßige Reize von Außen und Innen, die Fähigkeit sich zu distanzieren oder zu objektivieren. Insofern kommt ihm eine Art Steuermann-Funktion zu. Durch frühkindliche Verletzungen oder Traumata kann ein Mensch in seinem Ich jedoch so geschwächt sein, dass er psychisch erkrankt.

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1. Psychologische Schlüsselbegriffe: Das Unbewusste / Verweis
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Tief im Menschen gibt es einen immensen Erinnerungsspeicher, zu dem er keinen willentlichen Zugang hat. Das Unbewusste. Laut Sigmund Freud ist es ein System, das vor allem aus verdrängten, vom Bewusstsein nicht zugelassenen Inhalten, besonders kindlichen Triebwünschen, besteht und einer eigenen Gesetzmäßigkeit unterliegt. Im Unterschied zu Freud sieht C. G. Jung im Unbewussten den Mutterboden für die gesamte seelisch-geistige Entwicklung. Durch die Hirnforschung ist ein neuer Blick auf das Unbewusste entstanden.

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Modelle von Freundschaft / Verweis
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Es gibt die Sandkastenfreundschaften oder die stürmische Jugendfreundschaft. Es gibt Männerfreundschaft, "Kumpels" oder Kameraden, die von Frauen oft ebenso argwöhnisch betrachtet werden, wie die "beste Freundin" von den Männern. Es gibt die These, dass heterosexuelle Frauen und Männer keine Freunde sein können, weil immer der Sex dazwischen komme - und natürlich die Gegenbeispiele. Es gibt berühmte Völkerfreundschaften, wie die deutsch-französische. Jedes Freundschaftsmodell hat bestimmte Charakteristika, muss auf eine bestimmte Weise gestiftet und gepflegt werden. Und trotzdem ist jede Freundschaft einzigartig, weil sie die Beziehung zwischen zwei Menschen ist.

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Kleine Kulturgeschichte der Freundschaft / Verweis
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In der Antike kam es sehr auf die Unterscheidung zwischen Feind und Freund an, deshalb waren Freunde vor allem Kampf-Gefährten - eine reine Männersache jedenfalls. Im Mittelalter erschien Freundschaft vor allem im Lichte des Glaubens. In der Neuzeit ging es bei Freundschaften einerseits um Geselligkeit und Gemeinschaft jenseits der Familie, anderseits waren sie "nützliche Verbindungen". Und je stärker dann die Rolle des Individuums in der Gesellschaft wurde, desto größere Bedeutung bekam diese besondere Verbindung zweier Menschen, die in Freiheit eingegangen und auch aufgelöst werden konnte und deren Motor mehr und mehr das Gefühl wurde.

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Sinn und Zweck von Freundschaften / Verweis
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Freundschaft gehört zweifellos zu den wichtigen Dingen im Leben. Kinder, die enge Freunde haben, haben mehr Selbstvertrauen. Peer group, bestimmte Freundeskreise, spielen für die Entwicklung Jugendlicher eine zentrale Rolle, weil hier gesellschaftliche Regeln und Rituale geübt werden. Und auch im Erwachsenenleben sind Freundschaften wertvoll und notwendig. Weil traditionelle soziale Bindungen wie Ehe und Familie an Bedeutung verlieren, werden Freunde immer wichtiger. Sie helfen nicht nur gegen die individuelle Einsamkeit, sondern stärken die Gesellschaft. Denn wirkliche Freundschaft ist nicht nur ein still empfundenes Gefühl, sondern bedeutet auch, dass man für einen anderen und mit ihm etwas tut.

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Phänomene der Mediengesellschaft - Die beschämende Welt der Konkurrenten / Verweis
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Wo das Ich-Ideal so unrealistisch hoch gehängt wird wie in unserer spätmodernen Wettbewerbsgesellschaft, da muss es permanent enttäuscht werden. So lauert hinter der schönen Fassade des souveränen Individuums dauernd die soziale Angst vor dem persönlichen Statusverlust.

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Phänomene der Mediengesellschaft - Die schamvolle Welt der Verlierer / Verweis
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Kaum jemand kann den medial standardisierten und optisch vermittelten Ansprüchen genügen. Das bedeutet: Wir können niemals unser Ich-Ideal erreichen. Die Folge: schämen uns. Denn Scham gilt als die verinnerlichte Verachtung, die aus der Diskrepanz zwischen Ich-ideal und Ich-Realität entsteht.

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Die Macht der Gefühle - Gefühle und Gesundheit / Verweis
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"Ich fühle mich gesund... oder krank" - dieser alltägliche Satz drückt schon aus, dass Gesundheit von mehr als Laborwerten und Röntgenbefunden abhängig ist. Längst befasst sich ein ganzer Zweig der Medizin, die Psychosomatik", mit den Wechselwirkungen von "Körper und "Seele" - und das bedeutet auch "Gefühlszuständen". Aber auch manifeste "Gefühlskrankheiten" wie Angststörungen, Depressionen oder Aggressionen rücken heute immer stärker ins medizinische Interesse.

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Die Macht der Gefühle / Verweis
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Freude, Trauer, Angst, Wut, Ekel und Überraschung - auf diese sechs "primären" oder "Basisgefühle" haben sich Emotionsforscher inzwischen weitgehend geeinigt. Jedem Menschen von Natur aus gegeben, also angeboren, bilden sie die Grundlage all jener Irrungen und Wirrungen, die uns tagtäglich und lebenslang umtreiben. Sie haben, wie schon Charles Darwin herausfand, überlebenswichtige Funktionen: sie schützen vor Gefahren, fördern und festigen soziale Beziehungen, mobilisieren Veränderungskräfte.

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Psychologische Schlüsselbegriffe: Was heißt "Borderline-Syndrom"? / Verweis
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Zwei Drittel der Drogenabhängigen, ein Drittel der Essgestörten sowie viele Alkoholiker und Kriminelle sollen Borderliner sein. Das Borderline-Syndrom ist eine in früher Kindheit entstandene schwere Beziehungsstörung, der meist Gewalt-erfahrungen, besonders sexueller Art, oder grobe Vernachlässigung voraus-gegangen sind. Borderline-Persönlichkeiten haben keine echte Identität und kein gesundes Ich-Empfinden entwickeln können.

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Psychologische Schlüsselbegriffe: Ressourcenorientierte Psychotherapie / Verweis
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Jeder Mensch hat im Laufe seines Lebens einen mehr oder weniger großen Vorrat an hilfreichen Erfahrungen, Fähigkeiten und Krisenbewältigungs- strategien gesammelt. Humor oder die Fähigkeit, sich mit inneren Bildern zu beruhigen - all das sind Ressourcen, die in schwierigen Lebenssituationen eine Hilfe sein können. In Lebenskrisen aber werden diese Erfahrungsschätze oft vergessen. Psychotherapeuten, die ressourcenorientiert arbeiten, suchen mit ihren Klienten konsequent nach vorhandenen und neuen Ressourcen und unterstützen sie dabei, Lösungen zu finden, ohne die vorhandenen Probleme auszublenden.

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  Filterung der Lernressourcen nach Schulstufen
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