Vom fachdidaktischen Leitsatz zum politischen Kampfbegriff 50 Jahre Beutelsbacher Konsens
APuZ 41/2026
Titel
Vom fachdidaktischen Leitsatz zum politischen Kampfbegriff 50 Jahre Beutelsbacher Konsens
APuZ 41/2026
Beschreibung/Kommentar
"Der Beutelsbacher Konsens wurde in diesem Jahr 50 Jahre alt und ist in aller Munde. Ist das ein gutes oder ein schlechtes Zeichen? In jedem Fall hat es der Beutelsbacher Konsens geschafft, die Grenzen des vergleichsweise engen Fachdiskurses der politischen Bildung zu überwinden und erneut zwischen die Fronten gesellschaftlicher Polarisierungsprozesse zu geraten – und das, obwohl er im Rahmen seiner Entstehung gerade dazu beitragen wollte, einen solchen Konflikt zu befrieden." (Text: Website)
Anja Besand: Vom fachdidaktischen Leitsatz zum politischen Kampfbegriff. 50 Jahre Beutelsbacher Konsens Dass der Beutelsbacher Konsens derzeit so präsent ist, liegt nicht nur an seinem Jubiläum. Es ist vielmehr ein Symptom dafür, dass politische Bildung beweisen muss, Streitbarkeit und Verfassungstreue nicht als Gegensätze zu verstehen.
Tim Schanetzky: Waffenstillstand für eine homogene Welt? Zur Historisierung von "Beutelsbach" Obwohl der Konsens von Beutelsbach zentral für die Bildungspraxis ist, mangelt es an Informationen über sein Zustandekommen. Die Initiatoren versuchten, die Konsensbemühungen aus den damaligen politischen Auseinandersetzungen herauszulösen.
Viola B. Georgi / Michael Wrase: Kontroversität ohne Beliebigkeit. Rechtliche Rahmungen und Handlungsspielräume für pädagogische Fachkräfte Lehrerinnen und Lehrer werden in einer Zeit politischer Polarisierung zunehmend selbst in politische Auseinandersetzungen verwickelt. Nicht selten sehen sie sich dem Vorwurf mangelnder Neutralität ausgesetzt und reagieren entsprechend mit Verunsicherung.
Marc Partetzke: Emotionen als Störquelle? Politische Bildung zwischen Überwältigungsverbot und Emotionssensibilität Eine politische Bildung, die Emotionen systematisch ausblendet, verfehlt einen wesentlichen Teil dessen, was politische Urteile prägt und politische Einflussnahme wirksam macht. Gleichwohl bleibt das Überwältigungsverbot für die politische Bildung unverzichtbar.
Monika Oberle: Linksextremismusprävention und politische Bildung. Die Ablehnung von Projekten der Linksextremismusprävention sowie die Zurückhaltung bei der Beteiligung an Förderausschreibungen zu diesem Phänomenbereich haben verschiedene Gründe. Zugleich gibt es hierzu vielfältige didaktische Ansätze der politischen Bildung.
Reinhard Müller: Staat und politische Bildung Politische Bildung soll unparteiisch, aber wertgebunden sein. Doch wer entscheidet, was das genau bedeutet und wer sie betreiben darf? An Stiftungen und staatlichen Bildungsprogrammen zeigt sich, wie staatliche Förderung ein Eigenleben entwickeln kann - nicht immer ein gutes.
Hermann Josef Abs: Messbare politische Verantwortung. Mindeststandards für die politische Bildung Politische Bildung soll die gesellschaftliche Durchlässigkeit fördern und somit das Gleichheitsversprechen der Demokratie einlösen. Mindeststandards dienen dabei als Leitkonzept. Die zentrale Frage lautet: Welches Niveau politischer Bildung soll der Staat garantieren?
Vom fachdidaktischen Leitsatz zum politischen Kampfbegriff 50 Jahre Beutelsbacher Konsens
APuZ 41/2026
Beschreibung/Kommentar
"Der Beutelsbacher Konsens wurde in diesem Jahr 50 Jahre alt und ist in aller Munde. Ist das ein gutes oder ein schlechtes Zeichen? In jedem Fall hat es der Beutelsbacher Konsens geschafft, die Grenzen des vergleichsweise engen Fachdiskurses der politischen Bildung zu überwinden und erneut zwischen die Fronten gesellschaftlicher Polarisierungsprozesse zu geraten – und das, obwohl er im Rahmen seiner Entstehung gerade dazu beitragen wollte, einen solchen Konflikt zu befrieden." (Text: Website)
Anja Besand: Vom fachdidaktischen Leitsatz zum politischen Kampfbegriff. 50 Jahre Beutelsbacher Konsens Dass der Beutelsbacher Konsens derzeit so präsent ist, liegt nicht nur an seinem Jubiläum. Es ist vielmehr ein Symptom dafür, dass politische Bildung beweisen muss, Streitbarkeit und Verfassungstreue nicht als Gegensätze zu verstehen.
Tim Schanetzky: Waffenstillstand für eine homogene Welt? Zur Historisierung von "Beutelsbach" Obwohl der Konsens von Beutelsbach zentral für die Bildungspraxis ist, mangelt es an Informationen über sein Zustandekommen. Die Initiatoren versuchten, die Konsensbemühungen aus den damaligen politischen Auseinandersetzungen herauszulösen.
Viola B. Georgi / Michael Wrase: Kontroversität ohne Beliebigkeit. Rechtliche Rahmungen und Handlungsspielräume für pädagogische Fachkräfte Lehrerinnen und Lehrer werden in einer Zeit politischer Polarisierung zunehmend selbst in politische Auseinandersetzungen verwickelt. Nicht selten sehen sie sich dem Vorwurf mangelnder Neutralität ausgesetzt und reagieren entsprechend mit Verunsicherung.
Marc Partetzke: Emotionen als Störquelle? Politische Bildung zwischen Überwältigungsverbot und Emotionssensibilität Eine politische Bildung, die Emotionen systematisch ausblendet, verfehlt einen wesentlichen Teil dessen, was politische Urteile prägt und politische Einflussnahme wirksam macht. Gleichwohl bleibt das Überwältigungsverbot für die politische Bildung unverzichtbar.
Monika Oberle: Linksextremismusprävention und politische Bildung. Die Ablehnung von Projekten der Linksextremismusprävention sowie die Zurückhaltung bei der Beteiligung an Förderausschreibungen zu diesem Phänomenbereich haben verschiedene Gründe. Zugleich gibt es hierzu vielfältige didaktische Ansätze der politischen Bildung.
Reinhard Müller: Staat und politische Bildung Politische Bildung soll unparteiisch, aber wertgebunden sein. Doch wer entscheidet, was das genau bedeutet und wer sie betreiben darf? An Stiftungen und staatlichen Bildungsprogrammen zeigt sich, wie staatliche Förderung ein Eigenleben entwickeln kann - nicht immer ein gutes.
Hermann Josef Abs: Messbare politische Verantwortung. Mindeststandards für die politische Bildung Politische Bildung soll die gesellschaftliche Durchlässigkeit fördern und somit das Gleichheitsversprechen der Demokratie einlösen. Mindeststandards dienen dabei als Leitkonzept. Die zentrale Frage lautet: Welches Niveau politischer Bildung soll der Staat garantieren?