Psychologie

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Psychologischer Schlüsselbegriff: Übertragung und Gegenübertragung / Verweis
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Der Begriff `Übertragung` wurde vor über 100 Jahren erstmals von Sigmund Freud gebraucht. Gemeint ist ein psychologisches Phänomen, bei dem PatientInnen Gefühle und Verhaltensweisen auf den Psychotherapeuten oder Arzt übertragen. Übertragungsphänomene kommen aber nicht nur in Therapien vor, sondern auch im Alltagsleben. Sie können zum Beispiel dazu führen, dass einem jemand sympathisch oder unsympathisch erscheint, obwohl man die andere Person kaum kennt.

Was bleibt nach einem Krieg? Traumatisierte Soldaten und Helfer / Verweis
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Montag, 07.11.2005, 8:30 Uhr, hr2

Von Sabine Voss

Im Krieg war er oft wie gelähmt, empfand nicht einmal Todesangst. Eingefrorene Szenen tauten später erst auf, hören bis heute nicht auf, sich vor seinen Augen immer neu abzuspielen. Seit Jahren ist sein Schlaf-Wach-Rhythmus verschoben. Weil ihn Alpträume quälen, hat er sein Arbeitsleben als Freiberufler in die Nacht verlegt; was andere Schlaf nennen, sind für ihn wenige Dämmerstunden, am Morgen und über den Tag verteilt. Einmal im Jahr gerät er aus seinem mühsam aufrecht erhaltenen Gleichgewicht. Dann lässt er sich zur Krisenintervention in die Psychiatrie einweisen, mit Medikamenten ruhigstellen. Er bringt sich und andere in Sicherheit - vor sich selbst, vor seiner Wut, seinen Gewaltphantasien. Kriegsgewalt lebt in den heimgekehrten Kämpfern weiter. Die Bundeswehr versucht in ihrem Hamburger Traumazentrum Rückkehrern zu helfen.

Pschologische Schlüsselbegriffe Identität / Verweis
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Mittwoch, 09.11.2005, 8:30 Uhr, hr2

Von Lisa Laurenz

Identität ist das, was einen ausmacht, was einen auf Dauer von anderen unterscheidet. Das Gefühl von Identität kann in verschiedenen Lebensbereichen erfahren und verloren werden: in Beziehungen, in der Arbeit oder in der Kreativität; als Ehemann und Vater, als gute Schülerin oder begabte Klavierspielerin. Identitätskrisen ereignen sich, wenn alte Sicherheiten und Orientierungen verloren gehen, wenn das Alte nicht mehr gilt und das Neue noch nicht sichtbar ist. Wenn man das, was einen ausmacht, auf möglichst verschiedene Bereiche stützen kann, hat man einen Schutz, um mit den Wechselfällen des Lebens besser klarzukommen.

Psychologische Schlüsselbegriffe: Resilienz / Verweis
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Montag, 31.10.2005, 08.30 Uhr, hr2

Von Lisa Laurenz

Resilienz nennen Psychologen diese psychische Widerstandsfähigkeit. Resilienz ist das Ergebnis von Persönlichkeitsmerkmalen, Fertigkeiten und Erfahrungen, die jemand mitbringt. Menschen, die als resilient gelten, werden als optimistisch, herzlich, eigenständig, verantwortungsvoll, beziehungsfähig und kreativ beschrieben. Da diese Eigenschaften am leichtesten in Kindheit und Jugend entwickelt werden, ist es wichtig, Kinder möglichst von Anfang an stark zu machen. Doch auch Erwachsene können ihre seelische Widerstandsfähigkeit jederzeit noch schulen.

Psychologische Schlüsselbegriffe: Bewältigungsformen / Verweis
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Mittwoch, 14.09.2005, 08.30 Uhr, hr 2

Von Lisa Laurenz

Belastende Lebenssituationen wie Krankheit, der Verlust eines geliebten Menschen und andere schmerzliche Erfahrungen verlangen nach Bewältigung. Ein unbewältigtes Problem macht sich zum Beispiel bemerkbar, indem man bedrückt, hasserfüllt, ängstlich oder unkonzentriert ist. Gefragt ist die Fähigkeit, schwierige Situationen durchzustehen und sich mit Problemen konstruktiv auseinander zu setzen. Bewältigung ist ein dynamischer innerpsychischer Prozess, der Selbstheilungskräfte freisetzen kann. Krisen zu bewältigen, ist eine Kunst, die man im Laufe des Lebens erlernen muss.

05-118

Ende mit Schrecken? - Von der Psychologie des Beendens / Verweis
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Mittwoch, 07.09.2005, 8:30 Uhr, hr 2

Von Andrea Westhoff

Mit dem Ende sind in der Regel nicht so viele positive Gefühle verbunden wie mit dem Anfang. Ein Ende bedeutet häufig "Verlust", wird von Trauer und Angst begleitet. Es gibt aber auch "das gute Ende": die Befriedigung, wenn man sein Ziel erreicht, Probleme bewältigt hat, angekommen ist. Und manchmal ist das Ende notwendig, damit man neu anfangen kann. Der Beitrag zeigt verschiedene Facetten des Endes beziehungsweise des Beendens, welche Voraussetzungen, Begleitumstände und Folgen dazu gehören.

05-105

Der Zauber des Anfangs - von der Psychologie des Beginnens / Verweis
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Dienstag, 06.09.2005, 8:30 Uhr, hr2

Von Andrea Westhoff

Ein Anfang ist zu allererst etwas Offenes. Er bedeutet Hoffnung auf Neues: wenn ein Kind geboren wird, eine neue Liebe, vielleicht eine Karriere oder eine neue Zeit beginnt. Ein Anfang kann auch die Chance bedeuten, aktiv etwas zu verändern, selbst das Schicksal in die Hand zu nehmen und zu verbessern. Aber ein Anfang ist immer auch ein Wagnis, verbunden mit vielen Unsicherheiten. Und schließlich kann ein Anfang Mühe bedeuten, Beschwernisse, Trauer vielleicht. Denn vielen Anfängen muss ein Ende vorausgehen. Der Beitrag zeigt verschiedene Facetten des Beginnens: welche Voraussetzungen, Begleitumstände und Folgen dazu gehören.

05-104

Psychologischer Schlüsselbegriff: Idealisierung / Verweis
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Von Lisa Laurenz
(05-037)

Wenn man verliebt ist, wie leicht wird der Liebespartner oder die Angebetete durch eine rosarote Brille gesehen, verklärt und bewundernd auf einen Sockel gehoben. Eine unrealistische Übertreibung der positiven Eigenschaften eines Menschen bezeichnet man als Idealisierung. Wenn ein kleines Kind seine Eltern als vollkommen erlebt und bewundert, dann dient diese Idealisierung zunächst dem seelischen Wachstum, weil sie das kleine Wesen davor bewahrt, sich hilflos und ohnmächtig zu fühlen. Die Psychoanalytikerin Anna Freud erkannte, dass Idealisierungen auch der Versuch sind, mit negativen Gefühlen fertig zu werden.

Psychologische Schlüsselbegriffe: Regression / Verweis
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Von Lisa Laurenz
(05-035)

Übermäßiges Essen bei Liebeskummer ist - psychoanalytisch betrachtet - ein Rückfall in die kindlichen Wünsche der oralen Phase. Im Fachjargon eine Regression, ein Zurückgehen auf eine frühere eigentlich schon überwundene Entwicklungsphase der Ich-Funktionen. Trotzige Reaktionen oder Bettnässen sind ebenfalls Formen der Regression. Eine Regression ist ein Abwehrmechanismus, den das Ich bewusst oder unbewusst einsetzt, um im Alltagsleben mit beängstigenden oder schmerzlichen Situationen klar zu kommen.

Im Gefängnis der Verbitterung - Zwischen Groll, Hilflosigkeit und Aggressivität / Verweis
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Das Gefühl, ungerecht behandelt zu werden, kann sich tief in die Seele eingraben, das hat der Berliner Psychiater Michael Linden festgestellt. Der Chefarzt der Rehaklinik in Teltow bei Berlin erlebt an seinen Patienten, wie tief sich das Gefühl der Kränkung in das Bewusstsein versenken und schließlich das ganze Denken beherrschen kann - so dass am Ende die psychische Gesundheit auf dem Spiel steht. Linden spricht von einer "posttraumatischen Verbitterungsstörung" und schätzt, dass davon gerade heute sehr viele Menschen betroffen sind. Doch er lässt es nicht bei der Diagnose; er bietet auch eine Therapie an, die die Erstarrung aufbrechen soll

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