ReSch - Rechenschwierigkeiten
Zum Begriff Rechenschwierigkeiten (ReSch)
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Zum Begriff Rechenschwierigkeiten (ReSch) Seit dem 1. August 2006 ist die neue hessische Verordnung (VOLRR) in Kraft getreten, in der neben LRS auch erstmals die Förderung von Kindern mit Rechenschwierigkeiten per Gesetz geregelt worden ist. Man hat in dieser Verordnung ausdrücklich auf den Begriff Dyskalkulie oder Rechenschwäche zur Beschreibung von Problemen beim Erlernen der Mathematik verzichtet. Diese Begriffe vermittelten den Eindruck, dass es sich hierbei um etwas Krankhaftes und Unabänderbares handelt. Nach neueren wissenschaftlichen Erkenntnissen weiß man, dass Rechenschwierigkeiten weder eine Krankheit ist noch können Rechenschwierigkeiten vererbt werden. Nicht jedes Kind , dass Probleme beim Rechnen lernen hat , hat auch Rechenschwierigkeiten. Diese Bezeichnung findet erst Anwendung, wenn ein Kind trotz Förderung anhaltende Schwierigkeiten beim Rechnen hat. Die Ursachen hierfür sind vielfältig. Sie werden sowohl von biologischen, psychischen sowie sozialen Komponenten des Lernenden als auch von den schulischen Lernverhältnissen bestimmt. Die Ausprägung der Rechenschwierigkeit ist bei jedem Kind anders.Sie resultiert aus dem Zusammentreffen der unterschiedlichen Ursachenfaktoren. |
Entwicklungsstufen beim Rechnen lernen Ähnlich wie beim Schreiben lernen durchläuft jedes Kind auch beim Rechnen lernen verschiedene Entwicklungsstufen. Erst wenn die vorherige Stufe erreicht worden ist kann die nächste erlernt werden. Angelehnt an die Lerntheorien von Piaget und Aebli , lässt sich der Aufbau und die Verinnerlichung von Zahlenbegriffen und mathematischen Operationen in vier Phasen einteilen.
1. Phase: Handeln (enaktiv) Die erste Phase bildet die Erfahrungsgrundlage für arithmetische Operationen. Hier werden durch vielfältige Handlungen mit konkretem Material (Rechenstäbe, Muggelsteine, Münzen u.s.w.) Erfahrungen auf der Handlungsebene gesammelt. Durch diese Einsichten und Erkenntnisse können Vorstellungen von Mengen und Rechenoperationen entwickelt werden.
2. Phase: Darstellen (ikonisch) In der zweiten Phase, der bildhaften Darstellung, entfällt die Handlung und die in der Handlung verwendeten dreidimensionalen Gegenstände werden auf zweidimensionale Bilder reduziert. Die mathematische Operation wird durch entsprechende Zeichen oder Bilder verdeutlicht. In dieser Phase ist es besonders wichtig, dass Kinder in der Lage sind, die Abbildungen richtig zu deuten und in der Vorstellung geeignete Bilder von Handlungen zur geforderten Rechenoperation entstehen zu lassen.
3. Phase: Notieren/Rechnen (symbolisch) In der dritten Phase, der symbolischen Phase, wird von der anschaulichen Darstellung zur ziffernmäßigen Darstellung abstrahiert. Die Phase kann vom Kind nur erreicht werden, wenn es in der Lage ist, sich die abstrakte symbolische Darstellung in Handlungen vorzustellen.
4. Phase: Automatisieren In der vierten und letzten Phase wird durch Üben eine Verinnerlichung erreicht, die zur Automatisierung und damit zur Entlastung des Kindes führt. Eine Störung dieser vier Stufen kann zu Rechenschwierigkeiten führen.
Sie finden hier eine Zusammenstellung verschiedener Literatur für Fördermöglichkeiten Diskalkulie für die unterrichtliche Praxis. Erstellt wurde die Übersicht von Frau Aloysia Abraham.
Sie finden hier eine Zusammenstellung verschiedener Fördermaterialien für die Grundschule und Sekundarstufe I. Erstellt wurde die Übersicht von Frau Aloysia Abraham.
Sie finden hier eine Zusammenstellung verschiedener Tests zu Lernstandserhebungen für die unterrichtliche Praxis. Erstellt wurde die Übersicht von Frau Aloysia Abraham.
Sie finden hier eine Zusammenstellung verschiedener informeller Lernstandserhebungen für die unterrichtliche Praxis. Erstellt wurde die Übersicht von Frau Aloysia Abraham.
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